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Englischer Wein

Englischer Wein – Klein aber Fein?
Die Römer, wie auch anderswo in Nord Europa, haben die Rebe zuerst nach Großbritannien gebracht. Etwas später waren es dann die Mönche, die die Art und Pflege der Reben beherrschten und weitergeführt haben. Im Mittelalter, als Konig Henry VII die Klöster abgeschafft hatte, ging es mit der Kultivierung der Reben bergab, sodass es Anfang des 20. Jahrhunderts kaum noch kommerzielle Weingüter auf der Insel gab.
Eines der letzten gab es in Castell Coch, in der Nähe von Cardiff in Wales, wo 1905 noch 63,000 Rebstöcke wuchsen, aber Anfang des Ersten Weltkrieges ist schließlich auch dieses untergegangen.
Das sogenannte ‘Modern Revival’ hat seine Wurzeln in den 50er Jahren, als einige Winzer wieder Weinberge aufgebaut haben. (Ray Barrington-Brock, Edward Hyams, Major-General Sir Guy Salisbury-Jones). Mit guten technischen Kenntnissen war ein Deutscher namens Anton Massel (1956-1988) fast zur Geburtsmutter der kleinen englischen Weinindustrie geworden. Als er in Rente ging und nach Spanien wechselte (1988), gab es mehr als 400 Weingüter mit ca. 1,000 ha. Reben.
Heutzutage gibt es ungefähr 2,500 Hektar Weinberge die mit Reben bepflanzt sind und viele der neue Weingüter sind auf Sekt spezialisiert.
Obwohl die Erträge nicht so hoch sind, wie in wärmeren Ländern, ist die Qualität am Rande der möglichen Anbaugebiete für Reben normalerweise sehr hoch. Auf jeden Fall war in der Vergangenheit dies oft von deutschen Winzern mit gutem Grunde behauptet worden. In den heutigen Tagen, in denen sich die klimatische Grenze weiter nach Norden verschoben hat, sind es eher die englischen Weinbauern die dies jetzt von sich behaupten dürfen.
In den heutigen Tagen, in denen sich die klimatische Grenze weiter nach Norden verschoben hat, sind es eher die Englischen Weinbauern die dies jetzt von sich behaupten dürfen.